Die kleine                  

Igelhilfe Amelinghausen e.V.

Hier finden Sie aktuelle Themen und ... Gedanken!

30.07.2022 





















21.05.2022 Wir sind in der Lünepost 






































23.04.2022

Der Beginn der Auswilderung

Es waren einmal 211 kleine Stachelkinder…

Der Spätsommer 2021 hat dazu beigetragen, dass unzählige, hilfebedürftige Igelkinder in unsere Obhut kamen.

Während andere Stationen ihre Tore wegen Aufnahmestopp schlossen, entschieden wir, weiter zu machen, weiter zu helfen.

Die Igelbringer kamen teilweise von sehr weit her.

Unser Leitgedanke stand immer im Vordergrund: wir helfen!

Wir schafften Platz, konnten neue Käfige anschaffen, das Projekt Schneeflocke ging an den Start, weitere Außengehege wurden gebaut, wir haben eine Menge für die Kleinen geleistet.

Die Arbeit mit den Igeln über den Winter war echt Wahnsinn. Oft waren wir am Limit.

Der Stress hat auch seine Opfer gebracht. Es gab Konflikte untereinander und Wege trennten sich.

Neue Helfer kamen hinzu und wir sind wirklich zu einem tollen Team herangewachsen (das hat sich auch gerade an dem heutigen Tag gezeigt).

Überwältigt aber davon, dass Ihr da draußen das mitverfolgt habt, uns Spenden habt zukommen lassen, kamen wir nie in den Zweifel das Ganze finanziell nicht mehr zu leisten, denn das hat uns so angetrieben, mit nur einem Ziel! Das wir das schaffen! Das die Kleinen den Winter durch uns überstehen.

Heute war es so weit. Die ersten 54 Igel starteten heute ihre Reise in die Freiheit!

Ralph und ich sagen… Ziel erreicht! Wir… Miteinander… Ihr… um uns herum.

DANKE!!!

P.S. Ihr Stachelkugeln, die jetzt heute in die Freiheit starten, denkt immer schön dran, wenn irgendetwas ist, geht zu den Menschen, sie bringen Euch in den Gärtnerweg 11 nach Amelinghausen und wir helfen!

 



27.03.2022









 



20.04.2022

Besuch in Rotenburg!

Was für ein toller Tag!

Steffi Riemer von der Igelhilfe Schöffengrund - Weilmünster hat übers Wochenende Mervel Otto-Link von der Igelpflege Rotenburg/Wümme e.V. besucht!

Das war für uns ein Grund, uns der tollen kompetenten Runde zwecks kennenlernen und Erfahrungsaustausch anzuschließen!

Wir verbrachten dort so tolle Stunden und natürlich gab es so gut wie nur ein Thema: Igel, Igel, Igel

Der Erfahrungsaustausch gerade mit anderen sehr gut geführten Igelstationen ist uns sehr wichtig und wir sind immer dankbar, wenn wir solche Möglichkeiten haben!

Liebe Mervel, ein großes Danke, dass wir Deine Gäste sein durften und Steffi, das war großartig! 





26.02.2022

 

Frieden….

Auch wir richten neben unserer Arbeit immer wieder den Blick in die Ukraine und verfolgen diese Grausamkeit die Mensch und auch Tier dort angetan wird.

Wir schicken eine Friedenstaube mit der Botschaft, sie möge etwas dazu beitragen damit wieder ganz schnell Hoffnung, Ruhe und Frieden einkehrt.

Unsere Gedanken sind bei allen die in Not sind.
Haltet durch!
Wir schicken Euch ganz viel Kraft…

PEACE

 



05.02.2022

Die Stadtwerke Winsen (Luhe) GmbH hat uns eine großzügige Spende zukommen lassen! Wir freuen uns und sind stolz, dass unsere Igelhilfe in deren Fokus geraten ist. Vielen herzlichen Dank! 

 




02.02.2022

Heute ist bundesweit der Tag des Igels!

Wir wünschen uns, dass der Fokus noch mehr auf diese besonderen Tiere liegt.

Wir wünschen uns, dass „Mensch“ neue Lebensräume in seinem Garten schafft.

Wir wünschen uns, dass mehr nachgedacht wird, wenn die Gartensaison startet und Fadenschneider und Tellersense wieder zum Einsatz kommen.

Wir wünschen uns, dass auf Pestizide im Garten verzichtet wird.

Wir wünschen uns, dass auf Mähroboter verzichtet wird.

Wir wünschen uns viele Blühstreifen und Wildblumenwiesen!

Wir wünschen uns, dass die Gärten mehr naturbelassene Ecken enthalten.

Wir wünschen uns, dass Wasserstellen für die Gartentiere gerade für den Sommer eingerichtet werden.

Wir wünschen uns, dass die Menschen mehr Respekt auch den Wildtieren gegenüber aufweisen!

Wir wünschen uns, dass die Not der Igel zurückgeht…

Vielleicht hört uns ja jemand? 



Jahresrückblick 2021

Ein trauriges Jahr neigt sich auf unserer Igelstation dem Ende zu…Manchmal standen wir hilflos dem ganzen Elend gegenüber:

Der Jahresanfang… begann gleich damit, dass Igel teilweise halbverhungert in Schnee und Eis bei Minustemperaturen gefunden wurden. Unsere Inkubatoren liefen auf Hochtouren, um diese Tiere wieder aufzuwärmen. Unsere damalige Anzahl der hilfebedürftigen Igel, die bei uns überwintert haben, betrug 106.

Der Frühling… kam mit viel Hoffnung, auf eine ruhige Phase. Die Igel wurden zum Auswildern vorbereitet, Mitte Mai wachten die Letzten aus dem Winterschlaf auf und alle Igel fanden tolle Gärten und achtsame Menschen. Übrig blieben auf unserer Station die Verletzten, die weiter genesen mussten.

Sommeranfang… Wir konnten nur ganz kurz durchatmen, dann folgte ein Ansturm von schwerverletzten Igeln. Igel die sich in Netzen stranguliert hatten, Igel mit Frakturen, Mähroboteropfer, Bissverletzungen, Igel mit schlimmen Parasitenbefall und Mangelerscheinung, halbverhungerte und dehydrierte, angefahrene Igel. Diese nahmen sehr viel Zeit mit den Behandlungen in Anspruch

August… die „Babysaison“ begann. Wir hatten 6 verletzte Igelmütter, die auf unserer Station ihre Jungen bekamen. Einzelne Waisenbabys sowie Geschwisterchen trudelten ein. Wir bekamen mit, wie andere Igelstationen bundesweit von einer Welle hilfebedürftiger Igelwaisen getroffen wurden. Viele sprachen da schon den Aufnahmestopp aus. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt noch keine Bedenken den Ansturm nicht zu schaffen. Unser Team hatte sich bereits vergrößert und wir hatten eigentlich ein gutes Gefühl dem was kommt gewappnet zu sein.

September/Oktober... die Flut kam. Die Flut der hilfebedürftigen Igelwaisen. Zusätzlich wurden herumirrende Igelmütter mit ihren Jungen gefunden. Die Igelmütter waren teilweise ausgelaugt und in einem sehr schlechten Zustand, die Kleinen waren noch so winzig, sie hätten nicht ansatzweise den Winter überstanden. Die vielen Familien fanden bei uns Hilfe und es gelang uns sie so zu unterstützen, so dass sie ihre Babys weiter säugen konnten.

Mit einem Mal hatten wir täglich bis zu 22 Neuaufnahmen. Wir schafften neue Käfige an, um dem allen gerecht zu werden. Sorgten für mehr Platz. Unser Stationszimmer war bereits voll belegt und somit wurde in den anderen Räumen weiterer Platz geschaffen. Mit unseren Helfern bauten wir auf dem Außengelände neue Gehege. Trotz der gestiegenen Holzpreise gaben wir Projekt Schneeflocke nicht auf und gaben die ersten acht Winterunterkünfte in den Auftrag.

November/Dezember... wir starteten mehrere Helferaufrufe. Wir waren völlig am Limit unserer Kräfte. Weiterhin klingelte täglich mehrmals unser Nothandy. Weiterhin wurden kleine teilweise 120 g Igelkinder gefunden. Keiner der abgegebenen Igel war/ist gesund. Sie litten/leiden unter schwersten Innenparasitenbefall. Es gelang uns einige Finder zu überzeugen unter unserer Anleitung stabile und gesunde Igelkinder im Warmen selbst zu überwintern. Teilweise arbeiteten wir mit bis zu 7 Leuten auf der Station.

Eine große Anzahl von Igeln konnten wir in den Außengehegen in den Winterschlaf schicken. Die Arbeit auf der Station ist weiterhin anstrengend. Mittlerweile werden wir von einem großen Helferteam (27 Helfer) unterstützt.

Wir haben von Euch einen unglaublichen Zuspruch erhalten.

Wir haben von Euch so viel positive Energie bekommen.

Wir haben von Euch Spenden erhalten nicht nur finanzieller Art. Teilweise standen so viele Kartons vor der Igelhilfe, man kam fast nicht herein.

Bei jedem Hilfeaufruf wart Ihr da!

Ihr habt uns Mut gemacht!

Ihr habt uns getröstet…

Wir wissen, dass wir Euch hinter uns haben – ein tolles Gefühl und es gibt uns mit unserer Arbeit Sicherheit!

Mit ganz viel Optimismus gehen wir mit Euch gemeinsam ins Jahr 2022! Danke!!

Und hier unsere Zahlen für 2021:

Gesamtzahl: 767 Igel

Verstorben: 123 Igel

 

Herzliche Grüße

Antje und Ralph

 



22.10.2021

Sterben...

Manchmal ist es so, da werden Igel bei uns abgegeben, denen merkt und sieht man an, dass sie unglaublich viel Leid ertragen haben.

Angefangen von schweren Verletzungen, die schon älter waren, bis hin zu einem völlig ausgemergelt sein, sie passen zweimal in ihr Stachelkleid, sind halb verhungert und wir spüren die Not und den Stress, den sie ausgesetzt waren mit nur einem Gedanken: zu überleben.

Es beschämt und stimmt uns immer wieder traurig, was so ein Igel auf sich nimmt.

Ich weiß noch, letztes Jahr, da hat Ralph einen Igel übergeben bekommen bei mir hier im Ort, ein Mähroboter Opfer. Das komplette Gesicht, inklusive Augen fehlte, es befand sich noch eine kleine Öffnung Richtung Atemwege/Speiseröhre und dieser Igel lief, wie man erkannte schon einige Tage so herum.

Er wurde am Katzenfutternapf von den Findern entdeckt als er versuchte verzweifelt zu fressen… wir sind damals zusammen zum Tierarzt zum Euthanasieren. Solche Bilder vergisst man nie…

Zum Thema Euthanasie, hier haben wir eine große Verantwortung den Igeln gegenüber und sind auch da froh von unserer Tierärztin Katharina gut unterstützt zu werden!

Und dann erleben wir es teilweise, dass man zwar denkt und sagt:“ hey du hast es bis hier her geschafft! Jetzt wird alles gut, wir helfen und sind für dich da…“, wir denken, er kriegt die Kurve, alles sieht danach aus und plötzlich macht er sich auf seine letzte Reise.

Manche Igel kommen, um zu sterben. Sie fühlen sich dann sicher, warm und behütet, der Adrenalinpegel zum Überleben sinkt und dann gehen sie…

Jeder dieser Igel hat seine eigene Geschichte und jeder Igel ist uns sehr wichtig und hinterlässt Spuren.

Daher sind wir unglaublich dankbar, dass wir von dem Tierfriedhof Adendorf http://tierfriedhof-adendorf.de/ unterstützt werden.

Uns ist es wichtig, dass auch unsere verstorbenen Igel mit Respekt und Würde behandelt werden.

Sie werden verbrannt und ihre Asche wird der Natur zurückgeführt.

Für uns schließt sich somit wieder der Kreis.

Danke liebes Team vom Tierfriedhof Adendorf, Ihr leistet eine tolle Arbeit!

Liebe Grüße

Antje und Ralph 




18.10.2021 

Das sind übrigens die beiden Verrückten…das sind Ralph und Antje!

Die hinter den Igeln stehen, den Kopf voller Ideen haben, alles geben und das Elend der Igel als Herausforderung sehen.

Hinter uns steht ein Team, was unterstützt und mithilft, damit sich diese Vision erfüllt!

Und dann seit da noch Ihr alle! Ohne Euch da draußen wären wir nicht annähernd so weit nach vorne gekommen…

Eigentlich müssten wir ALLE auf das Bild… denn wir alle stehen vorne!

Halt, Stopp, nein das stimmt nicht: unsere Igel, die stehen im Rampenlicht und die stehen ganz im Vordergrund!

Ein ganz großes Danke an Euch und DANKE für Eure Unterstützung! 




16.10.2021

Gedanken…

Wir erleben es merkwürdigerweise jetzt gerade immer wieder öfters, dass Igelfinder denken, wir werden für unsere Arbeit bezahlt.

Wir haben zu funktionieren.

Es tritt uns öfters Unverständnis gegenüber, wenn man die Menschen, die einen Igel gefunden haben, bei Abgabe freundlich darauf aufmerksam macht, dass wir nur von Spenden unsere Leistung rein für die Igel bringen können.

Ich habe mir das aber abgewöhnt, dies bereits am Telefon zu erwähnen, nachdem unverschämter Weise im Netz das Gerücht rum ging, bei der Igelhilfe Amelinghausen darf man nur einen Igel abgeben, wenn man Geld in einen Umschlag tut…

Glaubt mir, wir finden es nicht schön und teilweise auch unangenehm, die Leute anzubetteln und nach einer Spende zu fragen.

Nein, wir kriegen nichts vom Staat finanziert.

Nein, wir kriegen auch kein Futter für die Igel umsonst.

Tierschutz ist Marketing! Wir überlegen ständig, wie und wo wir noch nebenbei Geld reinkriegen, damit wir das alles schaffen, damit das Konto immer gut abgedeckt ist.

Es wäre für uns eine Katastrophe, wenn wir eines Tages nicht mehr die Tierarztkosten oder das Futter für die Igel bezahlen könnten, denn jeder Igel bekommt bei uns das, was er braucht.

Viele Dinge bezahlen wir aus eigener Tasche, wie z.B. die Benzinkosten, wenn wir Fahrten machen zur Tierklinik, Spenden abholen usw.

Auch da gibt es oft Unverständnis, „wie Sie holen den Igel nicht ab“, oder „wenn Sie den Igel nicht abholen, lasse ich ihn wieder laufen“.

Außerdem haben wir dafür keine Zeit, Igel abzuholen!!

Wir haben zwar unser Igeltaxi, aber das ist im NOTFALL gedacht: Gerade auch ältere Menschen, die keine Möglichkeit haben mehr zu fahren und wirklich hilflos sind, sich aber Gedanken machen, wenn sie einen Igel gefunden haben und helfen wollen, für so etwas ist das gedacht.

Oder wenn ein Igel von weit herkommt, weil keine Station ihn mehr aufnimmt, dann bilden wir damit eine Fahrkette. Letztens hatten wir sogar eine Dame im Rollstuhl. Logisch, dass wir da helfen und holen!

Wenn Ralph abends nach seinem Arbeitstag sein Handy ausmacht (gegen 21:00 Uhr), laufen automatisch die Notrufe nur bei mir rein. Ich nehme dann die Anrufe so lange an bis ich schlafen gehe, (in der Regel so gegen 22:30 Uhr) und entscheide dann durch das Gespräch, ob sofortige Hilfe notwendig ist, nehme mir aber auch heraus, die Finder aufzufordern, wenn der Igel soweit stabil scheint und nicht verletzt ist, am nächsten Tag spätestens zur Stationsöffnung zu bringen.

Ist es so schwer einen Igel über Nacht zu sichern? Im einfach einen trockenen, warmen und sicheren Schlafplatz anzubieten, ein bisschen Futter und Wasser hinzustellen? Was ich mir da schon anhören musste. Diskussionen und auch teilweise da die Drohung, „ich lasse ihn wieder laufen“.

Und mal ganz ehrlich, welcher Tierschutzverein bringt noch abends so spät in unserer Region so eine Leistung??? Da läuft der Anrufbeantworter...

Für uns ist es selbstverständlich, wenn ein Igel verletzt, der Allgemeinzustand kritisch ist sofort zu behandeln und zu helfen. Die Finder wissen das, die schon spät einen Igel zu mir oder Ralph gebracht haben und wir dann teilweise über eine Stunde Maden und Fliegeneier bis in die Nacht entfernt haben.

Wir machen das gerne und das gibt uns sehr viel, weil wir dem Igel helfen.

Ralph und ich sind 7 Tage die Woche für die Igel da. Angefangen von der telefonischen Beratung, Igelannahme, Behandlung, Stationsdienst mit unserem Team, Büroarbeit, Spendeneinholen usw.

Ach ja und nebenbei habe ich auch noch ein Hobby, meine Familie, meine Arbeit und meine eigenen Tiere.

Aber wir haben uns das so ausgesucht. Wir möchten NUR ein bisschen mehr Verständnis und dass die Menschen mal nachdenken, was wir EHRENAMTLICH leisten, gerade jetzt in dieser schlimmen Situation.

Täglich steigt weiter die Zahl der in notgeratenen Igel und wir helfen weiter…

Herzliche Grüße

Antje




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